Dienstag, 28. August 2012

"Mona Lisas Lächeln" von Deborah Chiel

"Die Abenddämmerung senkte sich und tauchte den Himmel in ein Farbenspiel aus Violett, Pink und Dunkelblau. Katherine Watson hatte sich auf ihrem Fenstersitz im Super Chief Express aus Los Angeles zusammengerollt und beobachtete, wie die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand. Das letzte Mal, als sie den Schaffner gefragt hatte, waren sie gerade irgendwo mitten durch Nebraska gefahren. Morgen Abend würde sie, nach einer Fahrt durch halb Amerika, Chicago und die Hälfte ihrer Strecke erreicht haben. Ihr Ziel war Wellesley, Massachusetts."


"Mona Lisas Lächeln" von Deborah Chiel

Verlag: Knaur (2004)
Format: TB, 260 Seiten + mehrere Seiten farbige Bilder aus dem Film
ISBN: 3-426-62622-5
Preis: 9,99 € [D]
Originaltitel: "Mona Lisa Smile" (2003)

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Inhalt


Katherine Watson, eine junge Lehrerin von der amerikanischen Westküste, wird eingeladen, an der renomierten Mädchen-Hochschule Wellesley Kunstgeschichte zu unterrichten. Es stört sie nicht, dass sie offensichtlich nur die zweite Wahl des Ausschusses war und dass sie ihren Freund Paul zurücklassen muss. Sie sieht es als eine Chance, ihre Gefühle für ihn zu ordnen und gleichzeitig frischen Wind in die verstaubte Ostküstengesellschaft zu bringen.


Meine Meinung


Vor kurzem poste ich noch, ich würde wohl nie ein Buch mit nur einer Wolke bewerten, und prompt passiert es doch. Zu meiner Verteidigung kann ich sagen, dass ich nicht in dem Buch geblättert habe, bevor ich es gekauft habe. Ich habe es gebraucht im Internet gekauft, weil ich auf eine Ergänzung zum Film hoffte, der einer meiner Lieblingsfilme ist. Da ich den Film schon unzählige Male gesehen habe, kann ich das Buch nicht objektiv bewerten, fürchte ich. Ich kenne viele Dialoge auswendig und mir ist mittlerweile jedes kleine Detail was Mimik und Gestik angeht, aufgefallen. Die Wortwahl im Text war daher für mich meistens einfach falsch, denn das Buch wurde auf englisch geschrieben, nach dem Drehbuch, und dann ins Deutsche übersetzt. Grottenschlecht, wie ich finde.

Das Buch hält sich genau an das Drehbuch, ist jedoch ziemlich knapp gehalten, was den Off-Text angeht. Viele Szenen enden abrupt und für meinen Geschmack gibt es zu wenig Adjektive. Viele Satzbedeutungen erschließen sich daher nicht so, wie sie es im Film tun. Ich kenne wie gesagt den Film, und habe mir deshalb alles fehlende hinzugedacht. Ich kann daher nicht sagen, ob das Buch für Leser, die den Film nicht kennen, tiefgründig genug ist. Und wer den Film kennt, den wird das Buch enttäuschen, glaube ich. Gut gefallen hat mir die Ergänzung am Ende des Buches, wo sich ein paar der Mädchen Jahre später treffen. Alle haben mittlerweile Beruf, Kinder oder beides und sie entdecken in einer Zeitung, dass ihre ehemalige Dozentin in Europa lebt, an der Seite eines berühmten Filmstars. Eine schöne Ergänzung zum Film, der mit Katherines Abfahrt von Wellesley endet.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich vergebe zum ersten Mal seit Anbeginn dieses Blogs 1 von 5 Wolken

Der Film hingegen ist wirklich genial und ich empfehle ihn hiermit weiter. Ein tolles Werk über Frauen in der Mitte des 20. Jahrhunderts.

1 Kommentar:

  1. einen interessanten Blog hast du hier.
    Ich wollte dir ein Widget empfehlen, ein digitales Bücherregal, was du auch entsprechend verwalten kannst.
    Shelfari
    schau mal bei mir vorbei, dann kannst du sehen wie es aussieht.

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Danke für deinen Kommentar! Schau doch bald wieder rein, dann habe ich geantwortet :)