Donnerstag, 6. September 2012

"The Hobbit" von J. R. R. Tolkien

"In a hole in the ground there lived a hobbit. Not a nasty, dirty, wet hole, filled with the ends of worms and an oozy smell, nor yet a dry, bare, sandy hole with nothing in it to sit down on or to eat: it was a hobbit-hole, and that means comfort."


"The Hobbit" von J. R. R. Tolkien

Verlag: HarperCollins Children's Books (1998)
Format: TB, 384 Seiten inkl. Zeichnungen
ISBN: 978-0-00-675402-2

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Inhalt


Der Hobbit Bilbo tritt mit einer Reihe von Zwergen eine lange und gefährliche Reise an, um einen Drachen zu töten und dessen Goldschatz wieder rechtmäßig an die Zwerge zu verteilen. Die kleine Truppe stolpert von einem Abenteuer ins nächste, manchmal begleitet vom weisen Zauberer Gandalf, und entgegen aller Vermutungen entpuppt sich der kleine Hobbit mehr als einmal als Lebensretter.


Meine Meinung


So, das war also "The Hobbit". Ich wollte es unbedingt noch lesen, bevor der Film im Winter rauskommt, und da mein Freund es auf englisch zu Hause hat, habe ich mich daran mal versucht. Es ist das zweite englische Buch, das ich seit langem gelesen habe, war aber weitaus schwieriger, als "Before I Fall". Es gab so viele unbekannte Wörter, dass ich letztendlich immer darüber hinweg gelesen habe - sonst wäre ich nicht weitergekommen. Manches erschließt sich im Kontext, vieles aber leider nicht. Trotzdem bin ich ganz gut durchgekommen. Auch habe ich eine Weile gebraucht, bis ich mich an das "alte" Englisch gewöhnt hatte, das Tolkien und Zeitgenossen schreiben. Anstatt "...he said" steht zum Beispiel "...said he", also wie im Deutschen, was mich anfangs ein wenig verwirrt hat. Auch lustig zu lesen ist die Sprache von den Trollen und Gollum.

Die Story an sich ist einfach und man erkennt, dass es ursprünglich als Kinderbuch gedacht war. Tolkien hatte die Geschichte für seine eigenen Kinder geschrieben und erst nach der Veröffentlichung von "Herr der Ringe" nahm Tolkien Änderungen vor, um es ein wenig "erwachsener" zu machen. Ob das im Vergleich zum ursprünglichen Werk gelungen ist, weiß ich nicht - ich empfand es immer noch sehr als Kinderbuch.

Mir hat gefallen, dass "The Hobbit" so vollkommen nüchtern ist, im Vergleich zu heutigen Fantasy-Romanen. Kein albernes Rumgezaubere, keine besonderen Eigenschaften - einfach nur ein Hobbit mit seinen Stärken und Schwächen sowie ein Haufen alter Zwerge, die ebenfalls nicht immer mit Klugheit gesegnet sind. Auch die auktoriale Erzählperspektive fand ich schön, da man sie heutzutage kaum mehr findet. Ich muss aber auch sagen, dass sie zu diesem Werk passt, während sie anderswo wohl eher fehl am Platz wäre. Leider nimmt der Erzähler die Spannung oftmals vorweg, weil er vor der Szene erzählt, wie sie ausgehen wird. Aber wie gesagt - irgendwie passt es dazu. Ich musste mir immer einen alten Mann mit langem weißem Bart vorstellen, der eine Horde gespannter Kinder zur Ruhe bringen will - und da es eine Kindergeschichte ist, hatte Tolkien vielleicht auch dieses Bild vor Augen.

Insgesamt war das Buch sehr nett zu lesen, hatte jedoch auch ein paar Stellen, die sich gezogen haben. Vielleicht werde ich den Roman demnächst noch auf Deutsch lesen und vielleicht stellt sich dann ja heraus, dass es sich nur der vielen unbekannten englischen Worte wegen teilweise gezogen hat. Bis dahin vergebe ich 3 von 5 Wolken für dieses Buch und freue mich riesig auf den Film im Winter.

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