Freitag, 14. Juni 2013

"Frühstück mit Kängurus. Australische Abenteuer" von Bill Bryson

"Auf dem Flug nach Australien fiel mir wieder nicht ein, wie derPremierminister heißt. Ich seufzte. Das passiert mir immer - ich will mir den Namen merken, vergesse ihn (meist mehr oder weniger prompt) und fühle mich dann schrechlich schuldig. Denn ich finde, dass ihn wenigstens ein Mensch außerhalb Australiens kennen sollte. Es ist aber auch schwer, sich einigermaßen über das Land auf dem Laufenden zu halten."

Frühstück mit Kängurus. Australische Abenteuer von Bill Bryson

Verlag: Goldmann (2002)
Format: TB, 409 Seiten
ISBN: 978-3-442-45379-5
Preis: 9,90 € [D] 
Originaltitel: "In a Sunburned Country" (2000)

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Inhalt:

In diesem Buch beschreibt Bryson verschiedene Stationen in Australien, die er während seiner Reisen besucht hat. Er erkundet Städte, durchquert die Wüste und entdeckt allerlei Kuriositäten.

Meine Meinung:

Das Problem mit Reseberichten aller Art ist immer das gleiche: nach einigen Jahren sind die Informationen, die man dort findet, einfach nicht mehr aktuell. Dieses Buch erschien 2002, geschrieben wurde es allerdings großteils Ende der 1990er Jahre. Die gegebenen Informationen sollte man also mit Vorsicht genießen.

Bill Bryson ist relativ bekannt auf dem Gebiet der Reiseliteratur. Er schreibt amüsant und mit einer gehörigen Portion Selbstironie. Doch obwohl er auf Fotos (ich hab ihn mal gegooglet) sehr nett aussieht, erschien er mir in dem Buch eher unsympathisch, was sich auf einigen Äußerungen gründet, anderen Lesern aber nicht so gehen muss. Oft dachte ich: "Wie gut, dass ich nicht mit ihm reisen muss!"

Erfrischend ist, dass Bryson seine persönlichen Erlebnisse mit Anekdoten und Geschichten über historisch überlieferte Ereignisse oder Vorkommnisse der Neuzeit auflockert. So liest man zum Beispiel von einem Taucherpaar, das nach einem Ausflug zum Great Barrier Reaf vergessen und nie wieder gesehen wurde oder von glücklosen Expeditionen durch die Wüste. So bietet er einen Rundumblick auf Australien. Auch von der australischen Tierwelt, die ja die giftigsten der Welt zu bieten hat, habe ich gerne gelesen.

Als Reiseführer kann man das Buch nicht wirklich verwenden, finde ich, aber das war sicherlich auch nicht die Intention. Ich habe mir ein paar interessante Orte und Sehenswürdigkeiten herausgeschrieben, ansonsten aber einfach die Lektüre genossen um mich ein bisschen in den "Australian Way of Life" einzufinden, den ich ja bald hautnah erleben werde.

Ich vergebe 3 von 5 Wolken.

Kommentare:

  1. Heyo, ich hab dich getaggt (;
    Schau doch mal vorbei:

    http://buecher-welten.blogspot.de/2013/06/tag-11-fragen-von-daisy-jack.html

    viele liebe Knuddelgrüße
    Ich* (Jaci)

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  2. Mag das Buch mal auf Englisch lesen :)

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Danke für deinen Kommentar! Schau doch bald wieder rein, dann habe ich geantwortet :)