Samstag, 25. Januar 2014

"Die Liebe der Sternentochter" von Anna Valenti

"Als die Tür geöffnet wurde, schwand Carolines Hoffnung auf einen freundlichen Empfang dahin wie die Sonne hinter einer schnell heranziehenden dunklen Gewitterwolke. Ihre Mutter stand vor ihr und war offenbar nicht überrascht. Sie hatte die Tür nur halb geöffnet. Hatte Vater sie also bewusst nicht abgeholt? Das konnte nicht sein! Aber das abweisende Gesicht der Mutter sprach eine andere Sprache. Sie schwieg ihre Tochter eisig an."


"Die Liebe der Sternentochter" von Anna Valenti

Verlag: dotbooks (2013)
Format: Ebook
ISBN: 978-3-95520-322-1
Preis: 5,99 € [D] 

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Inhalt


Carolines schlimmsten Erwartungen haben sich erfüllt und sie steht als Frau mit unehelichem Kind da. Ihre Eltern verstoßen sie, doch im Haus ihrer Großmutter findet sie Zuflucht und Trost. Um Geld zu verdienen geht sie nach Berlin, immer mit der Hoffnung, ihr Kind zu sich holen zu können, sobald sie 21 und damit erwachsen ist. Doch das Schicksal will es anders...


Meine Meinung


Bei diesem Band handelt es sich um den zweiten Teil einer vierteiligen Reihe und er schließt nahtlos an das Vorangegangene an. (Hier findet ihr meine Rezension zu Band 1)

Leider konnte mich dieses Buch nicht so überzeugen wie der erste Band, was aber teilweise der Thematik geschuldet ist. Carlonie hat wirklich gelebt und daher ist es nicht möglich, dieser Kette von deprimierenden Ereignissen freudigere Ereignisse zu entlocken. Es gibt schlichtweg keine. Während dem Leser am Anfang noch die Hoffnung auf eine glückliche Wendung bleibt, schwindet diese nach einigen Kapiteln und zurück bleiben Enttäuschung und Mitleid für die junge Frau.

Während ich teilweise kitschige Szenen im ersten Band noch tolerieren konnte, weil sie zum Wesen der jungen Caroline passten, haben diese mich hier nur geärgert. Es scheint, als habe Valenti möglichst viele erotische Szenen einbauen wollen, was ja einmal gut und recht ist. Vielleicht auch ein zweites Mal, aber danach wirkten Carolines Erinnerungen an gemeinsame Stunden mit Georg nur noch plump auf mich. Auch ihre Unterwürfigkeit in dieser Hinsicht hat mich ein wenig genervt, denn ich dachte, es ginge um eine selbstbewusste Frau, die sich nicht durch einen Mann definieren muss. Da es aber ja noch zwei weitere Bände geben wird, bleibe ich mal vorsichtig optimistisch.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich weiß, dass es schwer ist, eine solche Geschichte fesselnd zu gestalten und ich könnte es wahrscheinlich auch nicht besser, aber das ändert nichts daran, dass das Buch staubtrockene Längen hatte, die ich gerne überblättert hätte. 

Gegen Ende hingegen ist es Valenti wieder gelungen, mich zu fesseln. Carolines Zukunftspläne sind verwegen und allein weil ich wissen will, wie es ihr ergehen wird, werde ich den nächsten Band lesen, was ich in der Mitte des Buches schon fast ausgeschlossen hatte.

Ich vergebe 3 von 5 Wolken und danke dem Verlag und dem Team von bloggdeinbuch für das Rezensionsexemplar.

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