Montag, 5. Mai 2014

Von der Liebe zum Bloggen und Schneeball-Awards

Bine von was eigenes hat sich für 2014 etwas Besonderes überlegt. Um das Augenmerk mehr auf die Texte und etwas weg von den Bildern zu lenken, die heute auf vielen Blogs dominieren, gibt es jeden Monat ein neues Thema, über das man sich schriftlich so richtig austoben kann.

Da sich auf meinem Blog ja alles um das geschriebene Wort dreht, besteht hier wohl kaum die Gefahr einer Bildüberflutung. Aber da ich schon länger mal ein paar Gedanken zum Thema Bloggen loswerden wollte und auch die Aktion bekannter machen möchte, habe ich  mich zu diesem Post entschlossen. Los geht's!

I love to blog!

Ich liebe das Bloggen!! Es ist zu einem festen Bestandteil meines Alltags geworden. Wann genau ich angefangen habe zu bloggen kann ich gar nicht mehr genau sagen. Mein Profil sagt aber, dass ich seit 2009 bei Blogspot bin. Auf dieser Plattform habe ich bisher mehrere Blogs gestartet und auch wieder beendet. Momentan habe ich drei Blogs, von denen dieser hier der älteste ist. Jeder behandelt ein anderes Thema und ist anders gestaltet und strukturiert. Aber bei jedem bin ich mit Leib und Seele dabei, denn ich schreibe gerne, fotografiere gerne und teile mich gerne mit. Schriftlich :-P

Auf diesem Blog hier geht es um Bücher. Ich schreibe über die Bücher, die ich gelesen habe und bewerte sie nach meinem eigenen, persönlichen Bewertungssystem. Vor allem geht es mir mit meinem Blog darum, ein Lesetagebuch zu haben, denn ich hatte schon immer das Problem, Gelesenes schnell wieder zu vergessen. Mit diesem Blog habe ich ein kleines Archiv erschaffen, das mein Gedächtnis zu einem gelesenen Buch jederzeit wieder auffrischen kann. Zudem möchte ich natürlich noch Leseimpulse und Anregungen an meine Leser geben und so schöne Bücher bekannter machen.

Meine Rezensionen schreibe ich frei von der Leber weg. Ich mache mir während des Lesens keine Notizen (abgesehen von kleinen Markierungen am Rand, damit ich Zitate später wieder finde). Ich gebe mir jedes Mal viel Mühe, gehe aber nicht nach einem bestimmten Schreibschema vor und mir ist auch nicht wichtig, dass das Buch bis ins kleinste Detail auseinandergenommen und beschrieben wird. Meine Rezensionen sind daher mal gut, mal weniger gut, und das weiß ich auch. Doch das Lesen und das Schreiben (darüber) sind mein Hobby - nicht mein Beruf. Ich möchte nicht, dass sie zur Arbeit werden, denn sonst würde ich wohl schnell die Lust daran verlieren.

Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und schon gar nicht auf Objektivität. Außerdem behalte ich mir vor, meine Meinung zu ändern und bei eventuellem wiederholten Lesen einen anderen Eindruck vom Buch zu haben. Meine Bewertungen sind Momentaufnahmen und sollen bitte auch als solche verstanden werden. Nur weil ich ein Buch nicht mag, heißt dass nicht, dass es schlecht ist oder anderen nicht gefallen kann. Macht euch also am besten immer selbst ein Bild! :)

No Awards, please! 


Seit kurzem "schmückt" dieses Bild meinen Blog. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und kurz erläutern, warum.

Die Grundidee dieser Awards, nämlich, unbekannte Blogs zu verbreiten, Leser zu gewinnen und auch ein bisschen was über sich zu erzählen, ist ja ganz nett. Mittlerweile scheint das Prinzip aber auszuufern, so viele Awards schwirren im Netz herum. Es hat sich zu einer Art nervigem Kettenbrief entwickelt (nur dass die Drohung fehlt). Ich habe beim chaosweib eine erschreckende Rechnung dazu gefunden, die das Dilemma mal verdeutlicht:

Jeder spamt rum und keiner merkt es.

Warum niemand merkt, dass diese Awards nur ein Schneeballsystem und letztlich eine riesige Spamwelle sind, ist mir ein Rätsel. Ich bekomme einen Award und muss zum Beispiel 15 weitergeben. Diese 15 müssen wieder je 15 weitergeben, macht schon 225 Blogs. Auch diese sollen wieder je 15 weitere Blogs damit “auszeichnen” und schon haben wir 3375 und so soll es dann immer weitergehen. Im nächsten Schritt hätten wir schon 50.625 Blogs!! So viele Blogger gibt es hier gar nicht, ergo bekommen einzelne Blogs mehrfach Awards verliehen und das von Leuten, die den Blog noch nie gesehen haben. Denen haben schlicht noch 7 von 15 gefehlt und den Blog irgendwo in einer Blogroll oder einem Kommentar entdeckt. Und schon geht das Ganze wieder von vorne los.
Und niemand merkt, dass das Spam ist? Ist ein Witz, oder?

Ich denke, wenn es nur einige wenige Awards gäbe und die Nominierten sich auch ernsthaft damit beschäftigen würden, könnte ich mich auch weiterhin für sie begeistern. Doch  mir begegnen immer die selben, einfallslosen Fragen, auf die es oft auch nur eintönige Antworten gibt, und auch mir selbst fallen keine spannenden Fragen mehr ein.

Und dann das Nominieren selbst! Man soll das Ding an andere Blogger weitergeben, die unter einer bestimmten Leserzahl liegen. Außerdem sollten diese den Award natürlich noch nicht verliehen bekommen haben. Einmal finde ich vielleicht die erforderliche Anzahl an Blogs in meiner Leseliste, vielleicht auch ein zweites Mal. Dann wirds aber schwierig und natürlich möchte ich nicht jedes Mal den selben Bloggern den Award verleihen, selbst wenn ein paar Monate dazwischen liegen.

Aus Erfahrungsberichten anderer Blogger konnte ich entnehmen, dass es wohl auch schon vorgekommen ist, von irgendjemandem nominiert worden zu sein, der nicht einmal Leser des eigenen Blogs ist. Wo ist da der Sinn? Diese Nominierung ist doch auch eine Art Leseempfehlung, die man ernst nehmen sollte, oder? Das ist zumindest mein Verständnis von einem Award.

Ich habe mich bisher über jeden mir verliehenen Award gefreut und auch vor kurzem noch einen (auf meinem anderen Blog) dankend angekonnem und weitergegeben. Danke, dass ihr an mich gedacht habt! In Zukunft hinterlasst doch stattdessen einfach einen lieben Kommentar. Das ist mir mehr wert als tausend Awards! :)

Übrigens: Ihr dürft das Bild gerne verwenden, wenn es euch genau so geht ;)

Und jetzt bin ich still und warte gespannt auf eure Meinungen zu den Themen Bloggen und Awards!

Kommentare:

  1. Hallo meine Liebe, am Anfang ging es mir mit den Awards genauso und ich hatte sie auch weitergegeben. Mittlerweile halte ich es so, dass ich die Fragen beantworte, ihn aber nicht mehr weitergebe, denn es wird a zu viel und b gehen mir die Blogs aus.

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  2. Am Anfang ist das alles ja ganz nett, aber ich habe schon sehr schnell gemerkt, dass ich mit dem Award-System nicht warm werde, gerade weil ich von Leuten nominiert wurde, von denen ich noch nie irgendwas gehört oder gesehen habe. Und Fragen wie "warum betreibst du einen Beautyblog?" zeigten ja auch, wie sorgfältig mein Blog da ausgesucht wurde ;)
    Seit einem Jahr habe ich deshalb auch einen "No Awards Please"-Hinweis zuoberst in der Sidebar - und trotzdem werde ich etwa einmal pro Monat nominiert. Dies ignoriere ich ohne schlechtes Gewissen, denn wer sich nicht mal die Mühe macht, einen genaueren Blick auf meinen Blog zu werfen, verdient auch keine Antwort...

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  3. Na es vergibt ja nicht jeder einfach sinnlos diese Awards.
    Ich hab dich ja vor kurzem nominiert und das auch nur getan, weil ich deinen Blog lese, mag und auch kommentiere wenn ich was zu kommentieren habe. Ich hab dabei auch nur 4 Blogs nominiert statt 15 eben weil das ganze auch noch einen Sinn haben muss und ich bei diesen 4 Blogs immer gene mit als Leser dabei bin. Da finde ich es dann schon schade wenn es ignoriert wird - was bei dir ja zum Glück nicht der Fall ist. Du hast mir ja nett geschrieben, dass du dich gefreut hast aber keine Awards mehr postest. Das ist auch vollkommen okay und es muss jeder selbst entscheiden.
    Ich finde es aber schade wenn jemand, der einen Award bekommt, sich darüber freut und die Freude gerne weitergeben möchte, jetzt als Spammer bezeichnet wird.
    Es ist weder richtig diese Awards einfach sinnlos zu verbreiten ohne sich Gedanken darüber zu machen, noch die Blogger alle über einen Kamm zu scheren und "Spammer" zu nennen.

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Danke für deinen Kommentar! Schau doch bald wieder rein, dann habe ich geantwortet :)