Mittwoch, 15. April 2015

Abgebrochen: "Das Eulenrätsel" von Ghila Pan

Jeder, der mich und meinen Blog kennt, weiß, dass ich sehr ungern Bücher abbreche, vor allem kein Rezensionsexemplar. Jedes Buch, das ich mich zu lesen entschlossen habe, erhält eine Chance, denn oft pendelt sich nach einigen Seiten alles ein. Vielleicht wäre das beim Eulenrätsel auch noch eingetreten, doch nach etwa einem Drittel gab ich mich schließlich geschlagen.

Von Anfang an fiel mir der Zugang schwer. Der Einstieg ist äußerst mysteriös gestaltet, für meinen Geschmack zog sich diese Phase jedoch zu lange hin. Die sich kapitelweise abwechselnden Schauplätze machten das Einfinden für mich nicht leichter, und dann galt es auch noch, einen Haufen (!) neuer Namen und teils phantastischer (um nicht zu sagen abstruser) Wesen zu behalten, womit ich ja immer so meine Probleme habe.

Pan bringt zwar viele interessante philosophische Denkanstöße in den Roman ein und nach wie vor wüsste ich gerne, wie sich das ganze auflöst. Letztendlich war mir aber alles zu viel: zu viele Charaktere, zu viele Phantasiewesen (meiner Meinung nach teilweise ziemlich kindische, aber das ist Geschmackssache), zu viele Ungereimtheiten. Über manche Gegebenheiten konnte ich auch nur den Kopf schütteln, zum Beispiel über das Gespräch der Protagonistin mit einem Steinlöwen oder die Szene mit der Riesenspinne...

Vielleicht gebe ich dem Buch in einer anderen Lebensphase noch einmal eine Chance - aktuell blieb mir aber nichts anderes übrig, als es abzubrechen.

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