Sonntag, 31. Mai 2015

Jacy privat: Warum es hier gerade so ruhig ist...

... und ich mit zwei Rezensionen hinterherhänge sowie mit meinem aktuell gelesenen Buch nur sehr schleppend voran komme.

Meine letzten beiden Bücher waren vollkommen neues Terrain für mich. Es handelt sich um "Der Fremde" von Albert Camus und "Der Schaum der Tage" von Boris Vian. Meine Freundin hat sie mir mit den besten Empfehlungen geliehen und ich habe mich auf eine neue Erfahrung eingelassen.

Bei "Der Fremde" fiel mir das noch etwas leichter, denn der Schreibstil ist modern und die Thematik, obwohl schwere Kost, leicht zu lesen. Dennoch hatte ich von Anfang an das Gefühl, nicht ganz zu verstehen, was der Autor mit all dem sagen will. Ich habe zwar meine Theorien aufgestellt, bin jedoch sicher, dass es mir an Kenntnis mangelt, um die gesamte Intention zu erfassen. Die Zersplitterung und Heimatlosigkeit der Nachkriegsgeneration, die dem Buch in Rezensionen und Klappentext zugeschrieben wird, konnte ich gar nicht erkennen.

Deshalb drücke ich mich jetzt schon seit einigen Tagen vor dem Schreiben der Rezension. Mittlerweile stehen andere Bücher Schlange, aber ich hasse es, eine chronistische Lücke in meinem Blog zu haben. 

Andererseits, das zweite ausstehende Buch ist "Der Schaum der Tage", und hier fällt es mir auch nicht leichter, etwas darüber zu schreiben. Dieses Buch war wirklich vollkommen anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Surrealismus kenne ich bisher nur aus der Kunst. Soll heißen, ich erkenne ihn, wenn ich ihn sehe, mehr aber auch nicht. Bei diesem Roman hat er mich aber gleich in den ersten Sätzen so von den Socken gehauen und verwirrt, so dass ich dachte, ich lege das Buch weg. Aufgrund der Empfehlungen und einer großen Portion Neugierde habe ich es dann doch weiter gelesen - und bin positiv überrascht. Doch auch hier lässt mich das Gefühl nicht los, dass ich irgendetwas nicht verstanden habe, was ich als gute Leserin und Rezensentin hätte tun müssen.

Noch habe ich Schonfrist, denn mein aktuelles Buch "Trainspotting" von Irvine Welsh ist ein harter Brocken und für mich momentan nicht gerade ein Pageturner. Die Sprache ist derb, einige Szenen absolut ekelerregend und grotesk. Dennoch möchte ich es gerne fertig lesen, mir fehlen auch nur noch etwa 100 Seiten, aber ich kann mich nur schwer dazu motivieren. Ab Mittwoch bin ich dann außerdem auf dem Out & Loud-Festival und werde keine Zeit zum Schreiben haben. Danach werde ich es dann aber hoffentlich auf die Reihe bekommen, alles Nachzuarbeiten.

Erschwerend kommt allerdings noch ein neues Hobby hinzu, das nicht selten der Tod aller anderen Hobbies ist: Computerspiele. Ich habe in diesem Semester ein Seminar belegt, in dem ein Let's Play erstellt werden soll, in dem ein selbstgewähltes Computerspiel pädagogisch beurteilt wird. Ich habe mich für "Anno 2070" entschieden, weil ich seit meiner Kindheit gerne Anno spiele und vor allem in der aktuellsten Version einigen pädagogischen Wert erkenne. Die Hausaufgabe zur nächsten Sitzung ist simpel: spielen, spielen, spielen.

Das mache ich gerade auch - dummerweise aber nicht das Spiel, das ich für das Let's Play bräuchte. Denn nachdem ich nun schon seit Jahren begeistert Endzeit-Zombie-Romane und -Filme konsumiere, habe ich mich jetzt dazu hinreißen lassen, einen Zombie-Shooter auszuprobieren. Es handelt sich um "Killing Floor" und was soll ich sagen... nachdem ich meine irrationalen Ängste überwunden habe hat es sich zu einer kleinen Sucht entwickelt, meine Perks zu leveln und meine Fähigkeiten zu verbessern.

Ich bin überrascht, wie viel eigentlich in dem Multiplayer-Spiel steckt, das man als Außenstehender schnell als "so ein Sch***" abtut, denn es geht in erster Linie um Teamplay. Ohne ein richtiges Team, das einem den Rücken frei hält, kann man das Ganze vergessen, aber wenn die Zusammenarbeit klappt, dann haben die Zombies keine Chance. Ich bin sehr stolz auf meinen derzeitigen Beststand, den mir genau solch ein Team ermöglicht hat. Leider hat es am Ende nicht gereicht und der Endgegner hat uns platt gemacht. Trotzdem kann sich die Zahl sehen lassen ^^


Ich habe immer gerne Computer gespielt, das aber immer nur phasenweise. Auch Shooter haben mich bisher nicht interessiert, und ich habe momentan auch kein Interesse, all die anderen Zombie-Shooter zu spielen, die es so gibt. Deshalb mache ich mir keine Sorgen - bald, vor allem, wenn die Prüfungszeit beginnt - wird der Computer wieder weniger häufig besetzt sein. Bis dahin müssen meine Bücher mich leider mit den Zombies teilen... ;)

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