Montag, 19. Oktober 2015

Kann Spuren von Internet enthalten

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Ich hoffe, ihr habt euer Wochenende genossen und konntet frisch und erholt in diesen Montag starten. Für mich geht heute das neue Semester los, doch ich konnte glücklicherweise vergangenes Wochenende schon die Hälfte eines zweiteiligen Blockseminars abhaken, was ein wirklich tolles Gefühl ist. 

Ansonsten verlief mein Wochenende nicht so, wie geplant. Eigentlich wollte ich nämlich an Minas Minathon teilnehmen, einer tollen Idee für alle, die nicht oder nicht in gehofftem Umfang an der Frankfurter Buchmesse teilnehmen konnten. Doch als ich Samstag Nachmittag dann von der Uni nach Hause kam, musste ich feststellen, dass das Internet nicht funktionierte. Schon die Tage zuvor war es immer nur sporadisch verfügbar, doch seit Samstag befindet es sich im Dauerstreik. Da ich in Frankreich wohne (damit wäre auch das Rätsel, warum in der URL bei mir manchmal .fr anstatt .de erscheint, gelöst ^^) kann ich auch nicht auf das Mobilfunknetz zugreifen, bin also defacto völlig von der Außenwelt abgeschnitten, denn auch mein Festnetztelefon hängt an dem Router. 

Es ist gruselig, wie wenig ich an diesem unvernetzten Wochenende mit mir anzufangen wusste! Ich habe Samstag Abend und fast den ganzen Sonntag gelesen und DVD geschaut und wüsste nicht, was ich getan hätte, wenn ich keine solche Leseratte wäre. Lernen hätte ich können, klar, aber in der Hinsicht lebe ich nach dem Motto "Mir ist langweilig. Ich könnte ja lernen, aber mir ist lieber langweilig.". Und nachdem die Wohnung gesaugt und staubgewischt war, gab es außer lesen einfach nichts, was ich hätte tun können. Erschreckend, oder?

Dabei halte ich mich eigentlich für einen Menschen, der ohne Internet auskommen kann. Wenn ich an meinem Schreibtisch sitze habe ich zwar immer auch einen Browser geöffnet und ja, ich gebe es zu, ich vertrödle ziemlich viel Zeit auf Blogs, Pinterest oder Facbook, die ich eigentlich sinnvoller nutzen könnte. ABER ich könnte ohne leben, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass ich eine Fernbeziehung führe, und Gespräche mit meinem Freund hauptsächlich über Facebook stattfinden.  Und auf diese kann und will ich einfach nicht verzichten - und das war wahrscheinlich (und hoffentlich) auch der Grund für meine Unruhe am Wochenende.

Jetzt habe ich gerade Mittagspause und sitze im Computerraum der Uni. Nicht die richtige Atmosphäre um ausstehende Rezensionen zu verfassen, obwohl ich betreffende Bücher extra mitgebracht habe... Ich hoffe sehr, dass heute Abend zu Hause wieder alles gut ist, ich in Ruhe bloggen und kleine wohltuende Liebesbotschaften mit meinem Freund austauschen kann... außerdem steht morgen ja schon wieder "Gemeinsam Lesen" an, woran ich wieder teilnehmen möchte. Also drückt mir die Daumen und erzählt mir gerne eure Internetgeschichten :)

Kommentare:

  1. Hey Jacy ^^

    die erste Frage, die ich mir stelle, ist: Wo ist dein anderer Blog? Hattest du nicht zwei? (Hoffe, ich liege damit jetzt nicht völlig daneben, wenn ja, verzeih mir bitte). Aber ich würde es auch gut finden, wenn du auf deinem Bücherblog deine Gedanken mitteilst ^^

    Du bist also gerade in Frankreich. Ich hoffe, du machst dort viele schöne Bilder. Frankreich hat ja immer einen ganz besonderen Charme und vor allem auch im Herbst stelle ich mir Frankreich sehr schön vor.

    Ich kenne das mit der Zeit im Internet vertrödeln genauso gut wie du. Ich hatte schon Angst, dass ich zu den wenigen gehöre, die das machen und die anderen immer so unglaublich produktiv sind, wenn sie am PC sind, aber dem scheint wohl nicht so. haha :D Anscheinend verplempern ganz viele andere Menschen auch wie ich die Zeit mit "Bilder ansehen" und lesen, was andere Leute im Internet so fabrizieren. Und es ist immer unglaublich, wie schnell dabei die Zeit vergeht. Daher versuche ich immer schon so viel wie möglich Abstand vom PC und Smartphone zu nehmen, aber so einfach ist das wirklich nicht.

    Und wenn dann wirklich das Internet mal weg fällt, ist es echt schwer eine andere Beschäftigung zu finden - zumal ich auch netflixabhängig bin - und ich denke mir dann auch "Was machen jetzt Menschen, die nicht gerne lesen oder zeichnen und nicht bei dem Sauwetter rausgehen wollen?" Wahrscheinlich backen/kochen, putzen(?) oder wirklich zur DVD greifen. Wie das Internet unser aller Leben verändert hat. Seltsam.

    Ach, Musik könnte man auch hören (oder selber machen^^).

    Wie produktiv ich nur ohne das Internet wäre :/ Wobei... zum Lernen kann man sich wieder schwer aufraffen haha. Hiernach werde ich aber für meine Klausur nächste Woche lernen *fest vornehm* ^^" Ich hoffe, du schaffst es auch fleißig zu sein und dass mit dem Praktikumsplatz irgendwie zu lösen ;/ Übrigens ist für mich das Ausdrucken immer der angenehmste Teil haha xD Ich halte dann immer voller Stolz das Exemplar vor mir und bin froh, dass "Zukunftssarah" tatsächlich die Arbeit geschafft hat. (Wochen vorher bin ich nämlich super faul und denke mir immer "Zukunftssarah wirds schon regeln" xDDD)

    Süß, dass du Anastasia auch so gerne magst wie ich! Ich habe mir auch damals Kleider angezogen und dieses Dezemberlied in meinem Zimmer gesummt. Hach ja <3 Ein weiterer Klassiker ist ja auch der alte Trickfilm "Der Nussknackerprinz". Hast du dir den auch angeschaut?

    Ganz liebe Grüße an dich




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    1. Huhu ^^
      Mein Internet geht wieder, deshalb nutze ich die Gunst der Stunde und antworte dir gleich.

      Doch, ich hatte noch einen anderen Blog. Aber aus dem war schnell die Luft raus und ich hatte nicht die Kraft, ihn am Laufen zu halten. Deshalb ist er vorerst auf Eis gelegt und ich konzentriere mich voll auf mein Bücherbaby, das erstaunlicherweise auch nach über drei Jahren noch wächst und gedeiht :3

      Ja, ich bin in Frankreich. Allerdings nicht im Urlaub, sondern ich wohne durch eine glückliche Fügung dort und pendle jeden Tag nach Deutschland ^^ Du hast recht, Frankreich hat einen ganz besonderen Charme, wobei mir der Frühling mehr anspricht. Vom Herbst sehe ich meist nur die düstere Seite und muss mich richtig zwingen, auch das Schöne zu sehen. Aber ob Sommer oder Winter - man merkt einfach sofort, dass man in einem anderen Land ist. Die Straßen, die Häuser, die liebevollen Straßendekorationen... ich wohne wirklich gerne hier, obwohl ich so gut wie gar nicht Französisch spreche *schäm*

      Ich bin wirklich immer sehr erleichtert, wenn ich von anderen höre, dass auch sie viel Zeit vorm Computer verplempern. Wenn ich daheim bin sitze ich eigentlich fast nur vorm PC und mache zwar einiges Sinnvolles, aber eben auch viel Blödsinn. Manchmal besteht mein Morgen aus einer Tasse Kaffee und Pinterest. Aber hey - es macht mich ziemlich glücklich manchmal, und dann ist das doch okay, oder? Wenn man trotzdem irgendwie alles gebacken kriegt was so ansteht?

      Stimmt, Musikhören und -machen ist auch gut für internetlose Tage! Aber da mein Klavier im kalten, kalten Flur steht, kam das am Wochenende auch nicht in Frage :D Aber ich habs ja jetzt doch ganz gut überstanden und heute Abend war mir der Router auch wieder recht freundlich gesinnt... daher hoffe ich, dass es das jetzt war mit dem kränkelnden Internet. Und das mit dem Praktikumsplatz hat sich heute auch gelöst *freu*

      "Der Nussknackerprinz" kenne ich gar nicht, werde mich aber mal danach umschauen! Ich liebe ja so anspruchslosen Märchenkitsch von Zeit zu Zeit ;)

      Liebe Grüße
      Jacy

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  2. A-ha! Jetzt weiß ich auch, wer das ist, wenn meine Besucherstatistik Frankreich anzeigt. Und jetzt weiß ich auch, warum hier kein Beitrag zum Minathon von dir zu finden ist. Ich habe immer wieder vorbeigeschaut und mich gewundert, weil du ja gesagt hast, dass du mitmachen würdest...Naja, ich war dieses Wochenende lesetechnisch auch nicht so produktiv wie ich es gerne gehabt hätte...
    Ich bin vor ein paar Wochen in eine neue Wohnung in einer neuen Stadt gezogen. Und weil meine Vormieterin keinen Internetanschluss hatte, musste ich ihn mir erst von den Stadtwerken einrichten lassen. Ich sagte also meinem Chef, dass ich an dem und dem Tag eine Stunde später zur Arbeit kommen würde und hab am Abend vorher noch alles aufgeräumt, damit ich mich vor dem Techniker mit meiner Unordnung nicht zu schämen brauchte. (So wie man das eben macht. :) ) Der Mann kam eine Stunde zu spät, schraube eine Stunde lang herum und ging unverrichteter Dinge wieder. Offenbar hat niemand außer mir in meinem neuen Haus einen Anschluss der Stadtwerke und er musste noch einmal kommen. An dem Tag war ich dann fünf Stunden zu spät in der Arbeit und Internet hatte ich immer noch nicht. Es hat insgesamt vier Wochen gedauert, bis das Internet ordentlich eingerichtet war. In dieser Zeit habe ich eben sehr viel gelesen und mir meine gesamte DVD-Sammlung angeschaut. (Es sind ungefähr 200 Stück.) Ein Wahnsinn zu was man alles kommt, wenn man nicht im Internet surft. Obwohl ich in der Zeit ja eigentlich viel produktiver sein hätte können. Andererseits...hey, ich habe in der Zeit ein Einhorn gebastelt! Das war produktiv, oder nicht?
    LG, m
    PS: Tut mir leid, dass der Kommentar so durcheinander ist....

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    1. Jap, der Statistik-Franzose bin ich :D Ist ein bisschen doof, ich kriege auch immer französische Werbung auf Amazon oder französische Ergebnisse auf Google... Damit kann ich aber leben, denn es bedeutet, dass es immerhin Internet gibt! *lach*

      Oh ja, einen Internetanschluss legen zu lassen ist immer eine langwierige und stressige Angelegenheit. Noch schlimmer sind Schäden an irgendwelchen Leitungen, bevorzugt durch Bauarbeiten in der Straße! Irgendwie bin ich immer die einzige Person, die so etwas trifft. Und mit dem Internet hier hat auch nur unser Haus Probleme - alle anderen in der Straße können fröhlich zu jeder Tages- und Nachtzeit surfen -.-

      Aber du hast deine Zeit ja wirklich gut genutzt. Wahnsinn - 200 DVDs! Und was hat es mit dem gebastelten Einhorn auf sich? :D

      Liebe Grüße
      Jacy

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  3. Huhu :)

    Ja, stimmt, ich bin auch immer erst mal ziemlich aufgeschmissen, wenn das Internet ausfällt. Was mich übrigens auch innerhalb von Sekunden in den Hulk verwandelt. Nicht-funktionierende Technik bringt mich zur Weißglut. Das Problem ist, dass mittlerweile auch viele Aktivitäten, während derer man nicht gerade surft, auf das Internet angewiesen sind. Fernsehen, die Playstation, Computer-Spiele, Handy... Putzen und Lernen sind natürlich immer Optionen, aber mal ehrlich, dafür ist mir meine Langeweile auch zu schade. :D Ich hätte sicher ebenfalls gelesen, doch so gern ich das tue, ich kann nicht tagelang NUR lesen. Mir wäre bestimmt was eingefallen, nur wären das eben eher Dinge gewesen, die ich normalerweise nicht tue oder nicht so gern tue. Vermutlich hätte ich meine mentale, allgemeine To-Do-Liste in Angriff genommen: Hund baden, Haare färben, Bücher ins Regal sortieren, Badezimmer-Schränkchen aufräumen, sowas eben. Rezensionen hätte ich auch geschrieben, denn dafür brauche ich ja nicht unbedingt das Internet. Für meinen Stapel ausstehender Buchbesprechungen wäre das gut gewesen. ;)
    Ich freue mich jedenfalls für dich, dass das Netz bei dir (in Frankreich oO) wieder funktioniert, denn ich verstehe sehr gut, wie hilflos du dich ohne gefühlt hast. Heutzutage ist man eben doch recht abhängig davon, sogar ohne es zu wollen.

    Viele liebe Grüße,
    Elli

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Danke für deinen Kommentar! Schau doch bald wieder rein, dann habe ich geantwortet :)