Dienstag, 5. April 2016

Gemeinsam Lesen #18 - Das verschwundene Mädchen

Jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher
Juhu, endlich wieder Dienstag und damit Zeit für Gemeinsam Lesen!
 
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Das verschwundene Mädchen", herausgegeben von Genevieve Hill, und bin auf Seite 51 von 219.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


Ein Zittern durchlief den Rumpf des mächtigen Schiffes, als es die dicken Pfosten des Landungssteges streifte.
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?


Dieses Buch ist spannenderweise eines der Bücher, die schon am längsten in meinem Besitz sind. Ich weiß sogar noch, wo ich es gekauft habe und wie ich mich dabei gefühlt habe, dabei verbinde ich darüber hinaus nicht viel mit diesem Buch. Ich habe es einmal gelesen, es hat mir ganz gut gefallen und damit landete es im Schrank. Vor kurzem hatte ich dann jedoch plötzlich Lust, es erneut zu lesen. Mal sehen, wie mein Urteil dieses Mal ausfällt.
 
Der Tagebuchroman erzählt von der Schottin Idilia Dubb, die im 19. Jahrhundert mit ihrer Familie eine Schiffsreise nach Deutschland macht und dort unter mysteriösen Umständen verschwindet. Jahre später fand man ihre Leiche - und ihr Tagebuch. Die Herausgeberin Genevieve Hill wird im Tagebuch als eine gute Freundin von Idilia genannt, die Schriftstellerin werden möchte. Vermutlich hat sie es deshalb in die Hand genommen, das Tagebuch zu veröffentlichen.
 
Momentan erzählt Idilia von dem Beginn ihrer Reise und den Erfahrungen auf dem Dampfer, der den Rhein hinauf fährt. Man erfährt viel über die damaligen Anstandsregeln und Etiketten sowie viel über das Leben als Frau. Einiges empfand ich als überraschend modern, doch ich kann nicht einschätzen, in wie weit man sich hier Tatsachen gegenüber sieht. Früher hielt dich die Story für echt, als ich aber vor ein paar Tagen danach recherchiert habe, haben viele Seiten die Geschichte als erfunden dargestellt. Falls dem so wäre, fände ich es sehr schade und irgendwie ist durch diese Zweifel auch mein Interesse an dem Buch leicht gesunken. Wenn eine Geschichte einen auf wahr macht, aber dennoch erfunden ist, dann kann man das doch auch irgendwo erwähnen, oder? Muss man das nicht? Ich werde weiter nach Anhaltspunkten suchen - vielleicht ist ja doch etwas Wahres dran. Ich hoffe es...

4. Beeinflusst es deine Kaufentscheidung positiv oder negativ, wenn ein Buch als Einzelband, Trilogie, Tetralogie oder als Reihe angelegt ist?
  
Früher war es mir anscheinend egal, ob ein Buch als Einzelband oder Teil einer Reihe angelegt ist, denn es befinden sich sehr viele erste Bände in meinem Besitz. Heute muss ich ganz klar sagen, dass mich Trilogien oder Reihen eher abschrecken. Das liegt daran, dass ich Folgebände selten direkt nacheinander lese, weil ich Abwechslung beim Lesen schätze. Doch gleichzeitig vergesse ich, je länger ich warte, immer mehr vom vorangegangenen Band, sodass ich immer weniger Lust habe, mich mit dem Folgeband wieder in die Thematik einzuarbeiten. Wenn der Folgeband noch nicht erschienen ist, passiert das natürlich gezwungenermaßen. Und somit bleibt es oft beim ersten Band, der dann einsam und allein herumsteht. Ein Paradoxon! Ich bevorzuge es, Einzelbände zu kaufen (wenn ich denn mal ein Buch kaufe, denn seit über einem Jahr habe ich meinen Konsum dahingehend auf Null reduziert), oder mir den ersten Band zu leihen und dann eventuell diesen und den Folgeband zu kaufen.
 
"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Asaviels Bücher-Allerlei, die mittlerweile von  Schlunzen-Bücher geführt wird.

Kommentare:

  1. Huhu,

    ich lese Reihen auch nie direkt hintereinander. Meist eher mit ein oder zwei Monaten Abstand. Es sei denn die Bücher sind richtig gut. Aber ich komme eigentlich immer sehr gut wieder rein, auch wenn ich oft Details doch wieder vergesse.

    Hier ist mein Beitrag:

    https://lesekasten.wordpress.com/2016/04/05/gemeinsamlesen-mit-talon-2/

    lG Corly

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    1. Es ist bei mir, glaube ich, auch nicht wirklich das Reinkommen an sich, sondern das überhaupt mit dem Buch anfangen :D Wenn das letzte Buch länger her ist dann denke ich schon immer "oje, da kommst du doch gar nicht wieder rein" und versuche es deshalb gar nicht erst. Vielleicht sollte ich diese Gedanken mal verbannen ;)

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    2. auch nicht wenn dir das Buch super gefallen hat? Hm, das kenne ich jett gar nicht. Das ist bei mir höchstens, wenn mir eine Reihe nicht so zusagt.

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  2. Hey Jacy,

    interessant, die erste Frage, die sich mir aufdrängte, war auch, ob die Geschichte fiktiv ist. Soweit ich weiß, muss man in Deutschland nicht dazu schreiben, ob es sich um eine wahre Geschichte handelt oder nicht. In englischen Büchern habe ich hingegen schon oft eine Art Disclaimer entdeckt, in dem steht, dass alles frei erfunden ist. Vermutlich hat das damit zu tun, dass die rechtliche Lage bei uns anders ist als z.B. in den USA. Dort können Autor_innen sicher verklagt werden, wenn sich Leser_innen in den Figuren wiedererkennen. -.-

    Ich lese Reihen auch nur selten hintereinander weg. Allerdings hält mich das beim Kauf nicht auf. :D Manchmal vergehen Jahre zwischen zwei Bänden, selbst das macht mir nichts aus. Ich habe da offenbar wirklich eine sehr hohe Schmerzgrenze. :D

    Viele liebe Grüße,
    Elli

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    1. Hey Elli,

      ja stimmt, in Büchern, die von amerikanischen Autoren geschrieben wurden, habe ich das auch schon öfter gesehen. Ich finde das eigentlich ganz sinnvoll und wäre froh, wenn ich gleich von Anfang an wüsste, ob an dem Buch etwas dran ist oder nicht. Wie gesagt, die Entdeckung, dass es Idilia Dubb vielleicht gar nicht gegeben hat, hat mein Lesevergnügen ziemlich geschmälert...

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  3. Hallo, :)
    das mit den Folgebänden ist wirklich so eine Sache. Aber ich lese dennoch gerne Reihen, auch wenn man manchmal Details vergisst. Aber bei einigen Büchern kommt man gut wieder rein, wenn es gut geschrieben ist. Die Autoren wissen ja auch, dass viel Zeit zwischen den einzelnen Bänden liegt... Aber einen Einzelband zwischendurch zu lesen, ist wirklich angenehm. :)

    Liebe Grüße,
    Marina

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    1. Wie ich oben schon schrieb ist es ist bei mir wohl gar nicht wirklich das Reinkommen an sich, sondern das überhaupt mit dem Buch anfangen :D Wenn das letzte Buch länger her ist dann denke ich schon immer "oje, da kommst du doch gar nicht wieder rein" und versuche es deshalb gar nicht erst. Vielleicht sollte ich diese Gedanken mal verbannen ;) Ich finde es lustig, dass du sagst, du liest Einzelbände "zwischendurch". Ich hingegen lese Reihen zwischendurch :D

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  4. Hallo,

    ich musste gerade schon lachen, als ich das Kommentar vorher gelesen habe, denn ich lese auch tatsächlich mehr Reihen/Trilogien als Einzelbände, vielleicht hab ich aber auch immer das Glück und komme an Reihen aus, wenn ich ein Buch kaufe. ;)

    Aber im Endeffekt beeinflusst es mich nicht, denn ausschlaggebend ist immer, ob mich der Klappentext mitreißen kann.

    LG, Silke

    Gemeinsam Lesen - Meine Liste

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Danke für deinen Kommentar! Schau doch bald wieder rein, dann habe ich geantwortet :)