Dienstag, 19. Juli 2016

Gemeinsam Lesen #26 - Gelber Krokus

Jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher

Es ist kurz nach 12 und ich habe schon zwei Stunden gelernt. Yeah! Da macht eine kleine Pause zum Bloggen und im Internet surfen gleich doppelt so viel Spaß.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese Gelber Krokus von Laila Ibrahim und bin bei 31%, dem Beginn des neunten Kapitels.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Dienstags und donnerstags genoss Mattie die Nachmittage."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste und als das Ebook kürzlich reduziert war, habe ich zugegriffen. Geschichten über die Zeit der Sklavenhaltung und die Zeit danach in den Südstaaten interessieren mich schon seit einigen Jahren brennend, und da hier auch noch das Leben zweier Frauen im Mittelpunkt steht, ist das Buch wie für mich gemacht. Ich fand auch schnell in die Geschichte hinein und war von Anfang an gefesselt.

Es ist unglaublich, wie die Lebensbedingungen der Sklaven zu jener Zeit waren und was sie alles erdulden mussten, nur weil sie als Menschen zweiter Klasse betrachtet wurden. Die zwanzigjährige Mattie hat selbst einen erst drei Monate alten Sohn als sie ins Herrenhaus gerufen wird, um Amme für die Tochter der Farmbesitzer zu werden - 24 Stunden am Tag. Haussklave zu werden wird von den Weißen als besonderes Privileg betrachtet, doch Mattie wäre viel lieber bei ihrer Familie. Immerhin darf sie diese jeden Sonntag sehen, und als ihr Schützling Lisbeth alt genug ist, darf sie mitkommen. Interessanterweise hält ihr Vater es für eine gute Idee, wenn sie die Lebensgewohnheiten der Sklaven kennenlernt - von dieser Einstellung war ich sehr überrascht, denn ich dachte, der Kontakt sollte auf ein Minimum reduziert werden. Aber die gesamte Idee der damaligen Zeit war ja schon wiedersprüchlich: Schwarze waren Menschen zweiter Klasse, aber gut genug, um die eigenen Babys zu stillen und sie quasi zu erziehen, da sie ja mit ihren Ammen die meiste Zeit verbrachten.

Ich kann mir schon denken, dass sich im Verlauf des Buches einige Probleme ergeben werden, denn Lisbeth zeigte von Anfang an eine rebellische Neigung. Bisher sind diese noch durchwoben von kindlich-naiven Ansichten (sie hofft, dass ihre Mutter ihr Mattie irgendwann "schenkt"), doch der Prolog lässt bereits erwarten, dass sich Lisbeths Zuneigung zu Mattie und ihrer Familie noch verstärken wird. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weiter geht.

4. Bei Büchern aus einer Reihe gibt es am Ende des Buches oft ein Kapitel als Leseprobe vom nächsten Buch! Liest du sie oder bräuchtest du das nicht?

Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung! Ich glaube, ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, bei dem am Ende eine Leseprobe vom nächsten Buch abgedruckt war. Und falls das irgendwann einmal der Fall gewesen sein sollte, weiß ich nicht, ob ich sie gelesen habe... Ich glaube, ich würde sie nicht lesen, außer vielleicht, das Buch läge schon auf meinem SuB. Überhaupt lese ich nur selten Leseproben. Ich beschränke mich üblicherweise auf Inhaltsangabe und/ oder Klappentext oder auf Rezensionen, aber mit Leseproben konnte ich noch nie viel anfangen.

Kommentare:

  1. Hallo Jacy,

    dein Buch kenne ich bisher noch nicht, es hört sich aber sehr interessant an. Ich bin mal gespannt auf deine Meinung!:)

    Ich lese auch sehr selten Leseproben. Normalerweise reicht mir auch die Inhaltsangabe bzw. der Klappentext.

    Liebe Grüße
    Nicole

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  2. Hey,

    dein Buch steht noch auf meiner Wunschliste :) Es freut mich, dass es dir so gut gefällt und wünsche dir noch viel Spaß beim Lesen.
    Generell lese ich auch nur selten Leseproben (eigentlich nur über vorablesen, da das dort ja ein 'Muss' ist), aber wenn in einem Buch ein Auszug aus dem Folgeband abgedruckt ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie lesen werde, größer, wenn ich eine lange Wartezeit auf die Fortsetzung voraussehen kann. Ich bin dann einfach zu neugierig^^
    Unser Beitrag

    Liebe Grüße,
    Kerstin

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  3. Hey!
    Dein Buch hört sich wirklich sehr spannend an! Das muss ich mir unbedingt mal merken. Ich habe bei solchen Themen immer Probleme zu realisieren, dass es sich zwar um erfundene Geschichten handelt, aber das Menschen vor gar nicht mal allzu langer Zeit wirklich so behandelt wurden. Unfassbar!
    Ich wünsche dir weiterhin gute Stunden mit deinem Buch!
    LG
    Yvonne

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    1. Ja, das ist wirklich manchmal schwer zu glauben. Aber da ich häufiger Bücher über dieses Thema lese, gehe ich mittlerweile schon mit einer ganz anderen Haltung an sie heran.

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  4. Hallo Jacy, :)
    dein Buch hört sich sehr interessant an. :) Ich wünsche dir noch viele schöne Lesestunden. :)
    Ich lese auch sehr selten Leseproben. Mir reichen da wie dir die Klappentexte oder eben Rezensionen. :)

    Liebe Grüße
    Marina

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Danke für deinen Kommentar! Schau doch bald wieder rein, dann habe ich geantwortet :)